MIN Meta — Selbstbeschreibendes Dokumentationsvokabular

Ontologie-IRI: https://w3id.org/min/meta
Version: 1.0.0
Version-IRI: https://w3id.org/min/meta/1.0.0
Import: MIN v1.0.0 (https://w3id.org/min/1.0.0)
Autor: Dr. Ingolf Lepenies
Datum: 2026-03-05
Lizenz: CC BY-SA 4.0


Zweck

MIN Meta definiert die Annotation Properties, mit denen beliebige Ontologie-Entitäten — Klassen, Properties, Individuen — strukturiert dokumentiert werden, einschließlich MIN selbst. Das Vokabular umfasst 11 Properties in 7 irreduziblen Dimensionen.

Vorbild ist die Information Artifact Ontology (IAO) im OBO-Ökosystem, jedoch MIN-nativ, schlanker und selbstbeschreibend.

Entwurfsprinzipien

Das Metavokabular folgt vier Prinzipien:

Irreduzibilität — Jede Property deckt eine Dimension ab, die keine andere abdecken kann. Nachgewiesen durch paarweise distinguishedFrom-Annotationen.

Selbstbeschreibung — Das Vokabular dokumentiert sich mit sich selbst. Jede der 11 Properties ist mit den eigenen Annotations annotiert.

Minimalität — Keine Property, deren Fehlen tolerierbar wäre. Keine Property, die durch Kombination anderer ersetzbar wäre.

Universalität — Anwendbar auf Klassen, Properties und Individuen gleichermaßen.


Dimensionenübersicht

Nr. Dimension Leitfrage Properties
I Intension Was ist es? min:definition, min:criterion
II Extension Wie sieht es aus? min:usageExample
III Grenze Was ist es nicht? min:counterExample, min:distinguishedFrom
IV Herkunft Woher kommt es? min:philosophicalBasis*, min:normativeSource
V Teleologie Warum existiert es? min:rationale
VI Lebenszyklus In welchem Zustand? min:definedInVersion, min:status, min:replacedBy
VII Axiom-Transparenz Warum diese Formalia? min:axiomRationale

* min:philosophicalBasis ist bereits im MIN-Hauptmodul definiert und wird im Metavokabular nur selbstbeschrieben.


I. Intension — Was ist die Entität?

min:definition

Typ owl:AnnotationProperty
Label Definition (de) · definition (en)
Range xsd:string
Status stable
Seit 1.0.0

Definition: Eine natürlichsprachliche Satz-Definition, die eine Ontologie-Entität so beschreibt, dass ein sachkundiger Leser sie ohne weitere Quellen eindeutig identifizieren kann.

Kriterium: Könnte ein sachkundiger Leser allein anhand dieses Satzes entscheiden, ob ein gegebenes Ding zur Klasse gehört oder nicht?

Rationale: Ohne eine explizite Definition bleibt die Semantik einer Klasse implizit im Label und in der Axiomatik verborgen. Das genügt für Maschinen, nicht für Menschen.

Abgrenzung: Nicht zu verwechseln mit rdfs:comment, der informell, unstrukturiert und redundant sein darf. min:definition ist normativ und nicht-zirkulär.

Beispiele: - min:Object min:definition "Ein Ding, das kausal wirksam ist — es kann Wirkungen empfangen oder ausüben."@de . - min:Institutio min:definition "Soziales Konstrukt oder konventionelle Bündelung, die nur durch kollektive Anerkennung existiert."@de .


min:criterion

Typ owl:AnnotationProperty
Label Existenzkriterium (de) · criterion (en)
Range xsd:string
Status stable
Seit 1.0.0

Definition: Eine operationalisierbare Ja/Nein-Frage, deren Bejahung eine Entität als Instanz der annotierten Klasse qualifiziert.

Kriterium: Kann die Frage prinzipiell mit Ja oder Nein beantwortet werden, und trennt sie Instanzen zuverlässig von Nicht-Instanzen?

Rationale: Eine Definition sagt, was etwas ist. Ein Kriterium sagt, wie man entscheidet. Beide sind irreduzibel: Eine gute Definition kann ein schlechtes Entscheidungsverfahren haben und umgekehrt.

Abgrenzung: min:definition beschreibt, was die Klasse ist. min:criterion beschreibt, wie man Zugehörigkeit prüft.

Gegenbeispiel: „Ist das Objekt wichtig?" — zu vage, nicht operationalisierbar.

Beispiele: - min:Process min:criterion "Verbraucht oder transformiert die Entität Inputs zu Outputs über die Zeit?"@de . - min:Institutio min:criterion "Existiert es NUR, weil Agenten es kollektiv anerkennen?"@de .


II. Extension — Wie sieht die Entität konkret aus?

min:usageExample

Typ owl:AnnotationProperty
Label Verwendungsbeispiel (de) · usage example (en)
Range xsd:string
Status stable
Seit 1.0.0

Definition: Ein konkretes Beispiel — als natürlichsprachliche Beschreibung oder als Turtle-Fragment — das zeigt, wie die annotierte Entität in der Praxis instanziiert oder verwendet wird.

Kriterium: Zeigt das Beispiel eine korrekte, nicht-triviale Verwendung der Entität in einem realistischen Kontext?

Rationale: Definitionen und Kriterien sind abstrakt. Beispiele verankern das Verständnis in konkreter Praxis und reduzieren Mehrdeutigkeit, die Definitionen allein nicht auflösen können.

Abgrenzung: min:counterExample zeigt, was die Entität nicht ist. min:usageExample zeigt, was sie ist.

Gegenbeispiel: „z.B. ein Auto" — zu unspezifisch, kein Verwendungskontext sichtbar.

Beispiel: - min:Agent min:usageExample "ex:Operator_01 a min:Agent ; rdfs:label \"Prüfingenieur Müller\"@de ."@de .


III. Grenze — Was ist die Entität nicht?

min:counterExample

Typ owl:AnnotationProperty
Label Gegenbeispiel (de) · counterexample (en)
Range xsd:string
Status stable
Seit 1.0.0

Definition: Ein konkretes Beispiel einer Entität, die der annotierten Klasse nahezuliegen scheint, aber nach deren Kriterium nicht dazugehört — zusammen mit der Begründung, warum nicht.

Kriterium: Würde ein Nicht-Experte die genannte Entität plausibel der Klasse zuordnen, obwohl sie nicht dazugehört?

Rationale: Definitionen und Kriterien allein lassen Grenzfälle offen. Gegenbeispiele machen die Grenze der Klasse sichtbar, besonders dort, wo Verwechslungsgefahr besteht.

Abgrenzung: min:distinguishedFrom grenzt Klassen voneinander ab. min:counterExample nennt ein konkretes Ding, das nicht zur Klasse gehört.

Beispiel: - min:Agent min:counterExample "Eine CNC-Maschine ist kein Agent, da sie keine Handlungskompetenz besitzt, sondern Anweisungen ausführt. → min:Object."@de .


min:distinguishedFrom

Typ owl:AnnotationProperty
Label Abgrenzung (de) · distinguished from (en)
Range xsd:string
Status stable
Seit 1.0.0

Definition: Eine explizite Abgrenzung der annotierten Klasse gegenüber einer verwandten Klasse, die ein anderer Modellierer verwechseln oder zusammenlegen könnte.

Kriterium: Gibt es eine dokumentierte Verwechslungsgefahr zwischen den beiden Klassen, und macht die Abgrenzung den Unterschied operationalisierbar?

Rationale: Ontologien wachsen durch mehrere Beitragende. Ohne explizite Abgrenzungen driften Klassengrenzen auseinander, weil jeder Modellierer eine eigene Intuition hat.

Abgrenzung: min:counterExample nennt ein konkretes Ding. min:distinguishedFrom nennt eine Klasse und begründet die Trennung.

Beispiele: - min:Data min:distinguishedFrom "min:Object — Data ist kausal inert (kann kopiert, gelöscht werden ohne physische Wirkung). Object ist kausal wirksam."@de . - min:Institutio min:distinguishedFrom "min:Norma — Norma ist ATOMAR (ein Grenzwert). Institutio BÜNDELT Norma + Structura + Lex zu einer Wesensbestimmung."@de .


IV. Herkunft — Woher kommt die Entität?

min:philosophicalBasis

Hinweis: Diese Property ist bereits im MIN-Hauptmodul (https://w3id.org/min/) definiert. Im Metavokabular wird sie nur selbstbeschrieben, nicht neu deklariert.


min:normativeSource

Typ owl:AnnotationProperty
Label Normative Quelle (de) · normative source (en)
Range xsd:string
Status stable
Seit 1.0.0

Definition: Ein Verweis auf einen publizierten Standard, eine Spezifikation oder eine anerkannte Fachquelle, deren inhaltliche Definition die Semantik der annotierten Entität begründet oder einschränkt.

Kriterium: Ist die genannte Quelle ein publiziertes, zitierfähiges Dokument, das die Definition der Entität inhaltlich stützt?

Rationale: min:philosophicalBasis verweist auf die begriffliche Tradition (Aristoteles, Whitehead). Wenn aber eine Klasse aus DIN EN ISO 6892-1 abgeleitet ist, braucht man einen getrennten Verweis auf die fachliche Quelle. Philosophische Tradition ≠ normative Referenz.

Abgrenzungen: - min:philosophicalBasis verweist auf philosophische Tradition und Begriffsgeschichte. min:normativeSource verweist auf technische oder wissenschaftliche Autoritätsquellen. - dcterms:source ist ein generischer Dublin-Core-Verweis ohne die Einschränkung auf normative, definitionsstützende Quellen.

Beispiele: - sdata:TensileTest min:normativeSource "DIN EN ISO 6892-1:2019, Abschnitt 3.1"@de . - ex:DC04 min:normativeSource "EN 10130:2006, Tabelle 3 — Chemische Zusammensetzung und mechanische Eigenschaften"@de .


V. Teleologie — Warum existiert die Entität?

min:rationale

Typ owl:AnnotationProperty
Label Entwurfsbegründung (de) · design rationale (en)
Range xsd:string
Status stable
Seit 1.0.0

Definition: Eine natürlichsprachliche Begründung, die erklärt, welches konkrete Modellierungsproblem die annotierte Entität löst und warum keine bestehende Entität dieses Problem bereits abdeckt.

Kriterium: Benennt der Text ein konkretes Modellierungsproblem und erklärt, warum keine bestehende Entität es löst?

Rationale: min:definition sagt was, min:philosophicalBasis sagt woher der Begriff stammt — aber keines beantwortet: „Warum habt ihr das nicht einfach unter X subsumiert?" Ohne Rationale geht die Entwurfsentscheidung verloren, sobald der Autor nicht mehr verfügbar ist.

Abgrenzungen: - min:definition beschreibt, was die Entität ist. min:rationale beschreibt, warum sie sein muss. - min:philosophicalBasis verortet den Begriff in einer Denktradition. min:rationale verortet ihn im Kontext der Ontologie-Architektur.

Gegenbeispiel: „Weil es praktisch ist" — keine Begründung, kein Modellierungsproblem benannt.

Beispiele: - min:EnvironmentAgent min:rationale "Natürliche Prozesse (Korrosion, Alterung) haben keinen intentionalen Agenten. Ohne EnvironmentAgent müsste man Agent-Instanzen für physikalische Gesetze anlegen, was die Semantik von Agent verwässert."@de . - min:Institutio min:rationale "Klassifikation IST ein institutioneller Akt. Die Bündelung von Forma-Instanzen existiert, weil eine Fachgemeinschaft sie anerkennt."@de .


VI. Lebenszyklus — In welchem Zustand ist die Entität?

min:definedInVersion

Typ owl:AnnotationProperty
Label Definiert in Version (de) · defined in version (en)
Range xsd:string
Status stable
Seit 1.0.0

Definition: Die Versionsnummer (SemVer) der Ontologie, in der die annotierte Entität erstmals eingeführt wurde.

Kriterium: Ist der Wert eine gültige SemVer-Versionsnummer, und entspricht sie dem Release, in dem die Entität erstmals erschien?

Rationale: In einer sich entwickelnden Ontologie müssen Nutzer nachvollziehen können, ab welcher Version eine Entität verfügbar ist — insbesondere für Abwärtskompatibilität und Migration.

Abgrenzungen: - min:status beschreibt den aktuellen Reifegrad. min:definedInVersion beschreibt den historischen Einführungszeitpunkt. - owl:versionInfo versioniert die Ontologie als Ganzes. min:definedInVersion versioniert einzelne Entitäten.


min:status

Typ owl:AnnotationProperty
Label Status (de) · status (en)
Range xsd:string
Erlaubte Werte "experimental" · "stable" · "deprecated"
Status stable
Seit 1.0.0

Definition: Der aktuelle Reifegrad der annotierten Entität im Lebenszyklus der Ontologie. Genau einer von drei Werten: experimental (kann sich ändern), stable (festgeschrieben), deprecated (nicht mehr verwenden, siehe min:replacedBy).

Kriterium: Ist der Wert exakt einer der drei erlaubten Strings?

Rationale: min:definedInVersion sagt, wann eine Entität eingeführt wurde, aber nicht, ob sie noch verwendet werden soll. Ohne expliziten Status weiß ein Nutzer nicht, ob er eine Klasse sicher einsetzen kann oder ob sie bald entfällt.

Abgrenzungen: - min:definedInVersion markiert einen historischen Zeitpunkt. min:status beschreibt den aktuellen Zustand. - min:replacedBy nennt den Nachfolger bei Deprecation. min:status markiert nur den Zustand selbst.

Gegenbeispiel: "beta" — kein erlaubter Wert. Die Dreiteilung experimental/stable/deprecated ist erschöpfend.


min:replacedBy

Typ owl:AnnotationProperty
Label Ersetzt durch (de) · replaced by (en)
Range rdfs:Resource (URI)
Status stable
Seit 1.0.0

Definition: Ein Verweis auf die Ontologie-Entität, die die annotierte (deprecated) Entität funktional ersetzt. Der Wert ist eine URI, kein String.

Kriterium: Ist die annotierte Entität deprecated, und bietet die referenzierte Entität tatsächlich einen funktionalen Ersatz?

Rationale: Deprecation ohne Migrationspfad ist nutzlos. Nutzer müssen wissen, wohin sie migrieren sollen, nicht nur, dass sie migrieren müssen.

Abgrenzung: min:status markiert nur den Zustand deprecated. min:replacedBy nennt den konkreten Nachfolger.

Gegenbeispiel: min:replacedBy auf einer Entität mit min:status "stable" — semantisch widersprüchlich.

Beispiel (hypothetisch):

min:PhysicalObject min:status "deprecated" ;
    min:replacedBy min:Object .

VII. Axiom-Transparenz — Warum diese formalen Einschränkungen?

min:axiomRationale

Typ owl:AnnotationProperty
Label Axiom-Begründung (de) · axiom rationale (en)
Range xsd:string
Status stable
Seit 1.0.0

Definition: Eine natürlichsprachliche Begründung, die erklärt, warum eine bestimmte OWL-Restriktion (Domain, Range, Kardinalität, Disjunktheit) so gewählt wurde und welche Modellierungsalternative bewusst verworfen wurde.

Kriterium: Benennt der Text die spezifische Restriktion, begründet die Wahl und benennt mindestens eine verworfene Alternative?

Rationale: OWL-Axiome sind maschinenlesbar, aber ihre Entwurfsentscheidungen sind es nicht. Die jüngste Korrektur der Process-Axiome in MIN (Öffnung für Data-Inputs neben Object-Inputs) zeigt: Ohne dokumentierte Begründung muss jeder Nachfolger die Designentscheidung neu rekonstruieren.

Abgrenzung: min:rationale begründet, warum die Entität existiert. min:axiomRationale begründet, warum eine formale Einschränkung auf der Entität so gewählt wurde.

Gegenbeispiel: „Domain ist Object, weil das sinnvoll ist." — keine Begründung, keine verworfene Alternative.

Beispiele: - min:hasInput min:axiomRationale "Range ist min:Entity (nicht nur min:Object), weil Prozesse sowohl physische Objekte als auch Daten konsumieren können."@de . - min:typifies min:axiomRationale "typifies ist subPropertyOf constrains, weil Typifizierung eine spezielle Form der Bestimmung ist. Verworfene Alternative: eigenständige Top-Level-Brückenrelation."@de .


Demonstration — min:Institutio (DC04) mit vollständiger Meta-Dokumentation

Die folgende Instanz zeigt, wie alle 11 Properties zusammenwirken, um eine Klasse vollständig zu dokumentieren.

Intension

Definition: Soziales Konstrukt oder konventionelle Bündelung, die nur durch kollektive Anerkennung existiert. Institutio bündelt atomare Forma-Instanzen zu einer Wesensbestimmung und typifiziert Nexus via min:typifies.

Kriterium: Existiert es NUR, weil Agenten es kollektiv anerkennen? Und hört es auf zu existieren (oder zerfällt in atomare Forma), wenn NIEMAND es mehr anerkennt?

Extension

ex:DC04 a min:Institutio ;
    rdfs:label "DC04"@de ;
    min:hasIdentifier "INST-DC04" ;
    min:typifies ex:blech_042 ;
    min:comprises ex:norma_C_max_008 ,
                  ex:norma_Rm_270_350 ,
                  ex:structura_bcc_ferrit ;
    min:constitutedBy ex:normungsausschuss_stahl ;
    min:recognizedBy ex:metallurgie_community .

Grenze

Gegenbeispiel: „Rm ≥ 270 MPa" als einzelne Anforderung. Das ist atomar → Norma. Erst die BÜNDELUNG mit anderen Forma zu „DC04" ist Institutio.

Abgrenzungen:

Gegenüber Unterschied
min:Norma Norma ist ATOMAR (ein Grenzwert). Institutio BÜNDELT Norma + Structura + Lex zu einer Wesensbestimmung.
min:Structura Structura ist formal-rein (mathematische Struktur). Institutio ist komposit — bündelt mehrere Forma-Kategorien.
min:Lex Lex ist universell und ausnahmslos. Institutio ist konventionell und hört auf zu existieren, wenn niemand sie mehr anerkennt.
min:Agent Unternehmen als Handelnder ist Agent. Dasselbe als juristische Person ist Institutio. Seit v1.0: beides in einem Knoten (Agent ∩ Institutio).

Herkunft

Philosophische Grundlage: Searle: Institutional Facts — „X counts as Y in context C." Aristoteles: Eidos — die Wesensform.

Normative Quelle: Searle, J.R.: The Construction of Social Reality (1995).

Teleologie

Klassifikation IST ein institutioneller Akt. Die Bündelung von Forma-Instanzen zu einer Wesensbestimmung (z. B. „DC04") existiert, weil eine Fachgemeinschaft sie anerkennt. Institutio stellt min:typifies (Institutio → Nexus) und min:comprises (Institutio → Forma) bereit.

Lebenszyklus

Definiert in Version 1.0.0, Status stable.

Axiom-Transparenz

min:typifies ist subPropertyOf min:constrains. Typifizierung ist eine spezielle Form der Bestimmung. min:comprises hat Domain min:Institutio und Range min:Forma — nur Institutio bündelt, weil Bündelung ein institutioneller Akt ist.


Vollständigkeitsnachweis

Das Metavokabular beweist drei Eigenschaften durch Selbstbeschreibung:

Ausdrucksstärke — Das Vokabular kann alles beschreiben, was es beschreiben soll, einschließlich sich selbst.

Irreduzibilität — Keine Property ist durch Kombination der anderen ersetzbar (nachweisbar durch die paarweisen distinguishedFrom-Annotationen).

Vollständigkeit — Jede Dokumentationsfrage, die ein sachkundiger Leser stellen könnte, wird durch eine der 11 Properties beantwortet:

Frage Property
Was ist X? min:definition
Wie entscheide ich? min:criterion
Wie sieht das konkret aus? min:usageExample
Was gehört nicht dazu? min:counterExample
Wie unterscheidet sich X von Y? min:distinguishedFrom
Auf welcher Philosophie basiert X? min:philosophicalBasis
Aus welchem Standard kommt X? min:normativeSource
Warum gibt es X in MIN? min:rationale
Seit wann gibt es X? min:definedInVersion
Kann ich X noch verwenden? min:status
Was soll ich stattdessen nehmen? min:replacedBy
Warum hat X diese Restriktion? min:axiomRationale

Prefix-Übersicht

Prefix Namespace
min: https://w3id.org/min/
owl: http://www.w3.org/2002/07/owl#
rdf: http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#
rdfs: http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#
xsd: http://www.w3.org/2001/XMLSchema#
skos: http://www.w3.org/2004/02/skos/core#
dcterms: http://purl.org/dc/terms/